Das Wunder von Wörgl

Mitten in der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre gelingt dem Bürgermeister einer Tiroler Gemeinde das Unmögliche: Mit einem gewagten Experiment und dem sogenannten Schwundgeld führt er Wörgl zu Vollbeschäftigung und Wohlstand. Doch für manche wird er genau damit zur großen Bedrohung. Das Wunder von Wörgl

Der deutsch-argentinische Kaufmann Silvio Gesell führte die konjunkturellen Krisen (Inflation und Deflation sowie Arbeitslosigkeit), die ungerechte Verteilung von Einkommen und Vermögen, die Konzentration von Geld- und Realkapital letztlich auf Störungen im gesamtwirtschaftlichen Geldkreislauf zurück. Als Kaufmann in Argentinien beobachtete er, wie Geld zeitweise gehortet wurde und dann wieder in den Verkehr zurückkehrte, was eine stabilitätsgerechte Geldmengensteuerung durch die Notenbanken unmöglich machte. Auf die Hortbarkeit des Geldes führte Gesell auch seine strukturelle Macht über Menschen und Märkte zurück. Er sah das Geld in einer überlegenen Position, die es ihm gestattete, sich von den arbeitenden Menschen mit Zins und Zinseszins 'bedienen' zu lassen. Das Geldwesen war also für Gesell der neuralgische Punkt, von dem aus er die soziale Frage analysierte und lösen wollte. Hier geht es weiter...


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